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HiFi-Selbstbau-Fazit:

Der AUDAX PR170Z0 ist mit einem Wirkungsgrad von 97.73 dB (Mittelwert 300 bis 5000 Hz) ein sehr lauter 17cm Mitteltöner. Auch das Dynamikverhalten ist bis 114 dB sehr gut. Der Frequenzgang steigt von 300 Hz bis 2 kHz auf Achse kontinuierlich von 95 auf 99 dB an, zwischen 2 bis 4.5 kHz bleibt der Pegel bei knapp 100 dB weitgehend konstant. Auf einer 50 cm breiten Box (der PR170Z0 dürfte vorzugsweise mit 15"-Tieftönern kombiniert werden) ließen sich bei geschickter Platzierung (10cm außermittig, 20cm von oben) < 2 kHz noch bis zu 3 dB Pegelgewinn durch den Schallwandeinfluss herauskitzeln - allerdings nur oberhalb von 400 Hz:

Etwas speziell ist das Klirrverhalten:
- bei geringen Pegeln (80 bis 95 dB) sind K3 (750 bis 1679 Hz) und K5 (562 bis 1059 Hz) minmal oberhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle
- oberhalb von 105 dB liegen kaum noch einzelne Klirrkomponenten (1/12-Oktavbänder) oberhalb der Wahrnehmbarkeitsschelle
-> das ist für den PA-Einsatz (oder heimische Pegelfetischisten) ein überaus wünschenswertes Verhalten ;-)

 

Mit einem UVP von 139 €/Stück ist der AUDAX PR170Z0 eine preiswerte Lösung für den Mitteltonbereich von 400 Hz bis 3 kHz in einem kompakten 3-Wege-PA-System oder einer sehr lauten heimischen 3-Wege-Box. Wegen des ungewöhnlichen Klirrverhaltens ist der PR170Z0 für Laut-Hörer besonders empfehlenswert . . .

 

Kompletter Datensatz von 2 Chassis (Impedanz, Schalldruck, Bündelungsgrad und Schallleistung im OCT-Format, Klirrfaktor und komplexer Frequenzgang als TXT-Datei, ZIP, 110 kB)

 

Kommentare

Kapton
3 jahre vor
Nett, vielleicht auch ein Kandidat für mein Gips-Horn :)
vr-crack
3 jahre vor
Es gab damals einige Varianten des Ur MHD17HR37. Ich denke nicht, dass der in den Zeck-Boxen verwendet wurde, sondern eine belastbarere PA Variante wie der PR17HR37. Die die ich kenne hatten alle eine PA Variante mit unbeschichteter Membran ähnlich dem MO.

Der wesentliche Unterschied zwischen MHD17 zu PR170Z0 ist, neben dem anderen Membranmaterial, ein anderer Schwingspulenträger. Der der MHD17 hat einen Alu-Schwingspulen-Träger, beim PR170Z0 kommt Kapton zum Einsatz. Damit dürfte der MHD etwas weniger Klirr bei niedrigeren Pegeln haben. Der PR170Z0 dürfte dafür etwas belastbarer sein. Auch der Wirkungsgrad des Ur MHD17 war im Mittel etwas geringer als bei diesem hier. Meine haben einen Kennschalldruck von ca. 95,5 dB/W/m.

Ich habe den MHD17HR37 (2. Generation) in meiner Wohnzimmerbox und ich denke, der PR170Z0 wird dem in nichts nachstehen. Der Frequenzgang oberhalb 3 kHz sieht besser aus als bei meinen, sicher dank Aerogel-Membran. Zerfallsspektrum ist bei der beschichteten Papiermembran allerdings ein wenig besser. Die ganze Serie sind einwandfreie Mitteltöner und ernsthafte Konkurrenten zu z.B. ATC Kalotten, denn sie machen hier nichts anders bei ähnlichem Klirr und Abstrahlverhalten. Unbedingt empfehlenswert.
Dirty Harry
3 jahre vor
Danke für den Test. In Bezug auf den Begriff "Laut Hörer" stellt sich halt die Frage was man darunter versteht. Für mich ist ein Lauthörer bereits jemand welcher mit 90 db und 100 db in den Spitzen Musik hört. Das ist für mich persönlich auch die Lautstärke welche ich über einen längeren Zeitraum als angenehm empfinde. Alles über 100 db / Hörabstand 3 Meter kann ich nicht (mehr) ab. Da wird das Musikhören anstrengend und nervig für mich.
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vr-crack
3 jahre vor
Keine Angst, die klingen auch leise sehr gut. Ich höre bei mir eigentlich nie wirklich laut. Aber was damit geht, ist schon beeindruckend. Hier hat man auch mit sehr dynamischem Material (Klassik, akustik Jazz etc.) einen Höllen Spass. die kennen halt keine Kompression. Wo viele kleine boxen schon im oberen 90 dB Bereich in die Kompression fahren, fühlen die sich halt sau wohl.

Je nach Wohnraumgröße wird man aber das mehr an möglichem Pegel, der dazu noch sauber geliefert wird, zu schätzen wissen. Eine 15/3 Kombi in einem 15m² macht sicher wenig Sinn. Verdoppelt man die Fläche, geht das dann allerdings schon sehr gut.
asterix66
3 jahre vor
Danke für den Test ich kann mich noch dunkel daran erinnern das es einen K&T LSP ich glaube mit dem Namen Donar gab. Die hatte einen 15' Bass, den PR170Z0 und den grossen Magnetostaten RT7pro....sehr interessant für große Räume...sowas heute mit DSP wäre echt Klasse..

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