Modifikation:
Die relativ hohe Gesamtgüte von über 1.1 und den relativ geringen Wirkungsgrad von 85 dB/W/m "verdankt" der WS25E seinem unterdimensionierten Magneten. Was wäre denn, wenn man da ein wenig "nachhelfen" könnte? Dazu muss man einfach einen zusätzlichen Kompensationsmagneten auf den vorhandenen Magneten kleben, und zwar so, dass sich die Magnetfelder abstoßen.
Wir haben mal am Chassis 2 zwei verschiedene Kompensationsmagnete ausprobiert und einen spürbaren Effekt erreicht:

| Beschreibung | Fs [Hz] | Qms [-] | Qes [-] | Qts [-] | BL [N/A] | Eta [dB/W/m] |
| Nachmessung Chassis 2 ohne Zusatzmagnet | 42.83 | 1.946 | 2.882 | 1.161 | 4.32 | 84.78 |
| Chassis 2 mit Zusatzmagnet 1 (anziehend) | 43.51 | 1.982 | 3.944 | 1.319 | 3.72 | 83.63 |
| Chassis 2 mit Zusatzmagnet 1 (abstoßend) | 42.31 | 1.887 | 2.277 | 1.032 | 4.83 | 85.65 |
| Chassis 2 mit Zusatzmagnet 2 (abstoßend) | 43.25 | 1.789 | 2.340 | 1.014 | 4.82 | 85.82 |
Die Resonanzfrequenzen (+/- 1.2%) und die mechanischen Güten (+/- 4.4%) ändern sich leicht, aber die elektrische Güte ändert sich deutlich:
- wenn man den Kompensationsmagneten anziehend montiert reduziert er den Kraftfaktor um 14% und den Wirkungsgrad um 1.15 dB
- wenn man den Kompensationsmagneten abstoßend montiert erhöht er den Kraftfaktor um 12% und den Wirkungsgrad um 0.87 (KM1) bis 1.04 dB (KM2)
Ein weiterer Vorteil des Kompensationsmagnets ist die Erhöhung der "Ruhemasse" des Chassis, gegen die sich die Antriebskraft "abstößt". Das ist insbesondere bei Open-Baffle-Systemen interessant, wie wir in Kürze in einem Grundlagenartikel zeigen werden . . .



Kommentare
Schon länger überlege ich mir einen Ripolstapel aus mindestens 6 WS25E zu bauen. Bei der Korbform am ehesten 3D gedruckt oder gefräst.
Dann werde ich mal mit besseren TSPs simulieren.
Macht so weiter
Bernd