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Der Frequenzgang:

. . . zeigt auf Achse ein leicht "buckliges" Verhalten zwischen 3.6 kHz (91 dB), 8.5 kHz (94 dB) und 20 kHz (91 dB), das sich wegen seiner symmetrischen Ausprägung aber recht leicht durch einen Sperrkreis entzerren ließe. Diesem vereinfachten Verlauf ist eine Welligkeit überlagert mit leichten Einbrüchen um 5.4 und 7.7 kHz. Unterhalb von 3 kHz zeigt sich eine ca. 4 bis 5 dB große Überhöhung bei der Resonanzfrequenz von 2.4 kHz, die wegen des hohen Qts (dominiert durch ein zu hohes Qms) zu erwarten gewesen ist. Der Mittelwert zwischen 2 und 20 kHz beträgt 92.6 dB, die maximalen Abweichungen sind mit +2.3/-3.9 dB relativ hoch. Dieser Frequenzgang wäre in einem sehr stark bedämpften Hörraum relevant - wenn der Hochtöner auf den Kopf zielt.
Da die Bündelung in vertikaler Richtung bereits ab 6 kHz deutlich zunimmt ist der über alle Raumwinkel gemittelte Frequenzgang (quasi der Energiefrequenzgang) zwischen 3 und 9 kHz weitgehend linear. Oberhalb von 9 kHz fällt der winkelgewichtete Schalldruck bis 13 kHz mit 6 dB/Oktave ab, darüber sogar mit 12 dB/Oktave. Dieser Frequenzgang wäre in einem sehr halligen Hörraum relevant.
Die Bündelung setzt horizontal ab ca. 5 kHz ein, bleibt aber selbst unter 60° bis 15 kHz bei Werten oberhalb von 10 dB -> der U60W1.1 erreicht wegen der nur 2 cm breiten Membran ein gutes horizontales Rundstrahlverhalten. Vertikal setzt die Bündelung schon bei 3 kHz ein, nimmt aber erst oberhalb von 6 kHz bei 45° und 60° stärker zu.

Die Streuung der beiden Chassis ist > 3 kHz gering, im Bereich der Resonanzfrequenz von 2.4 kHz zeigen sich leichte Unterschiede.

Pseudorauschen > 1000 Hz (0°. 15°. 30°. 45°. 60°; MP3 42 kB)

Pseudorauschen > 1000 Hz (0°. 15°. 30°. 45°. 60°; MP3 42 kB)

Die optionale Frontblende lag uns zum Test nicht vor, beim MUNDORF U110W1.1 gab es leichtere Änderungen insbesondere beim Frequenzgang auf Achse.